Post und Geschichte GmbH, Verlag und Handelsgesellschaft

Christian Geissmann, Postfach 56, CH-5612 Villmergen
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post&geschichte Verlag

Der Verlag post&geschichte setzt den Schwerpunkt auf die Bereitstellung von wenig oder nicht bearbeiteten Themen. Dies betrifft vor allem die Entwicklung des Verkehrswesens und die postfremden Eingriffe in den Postaustausch.

Die Entwicklung des Verkehrswesen spiegelt sich in der Postgeschichte. Unsere "Zeitzeugen" sind die postalischen Dokumente und ihre Abbstempelungen und Vermerke.

Die Schweiz und Liechtenstein stehen bei den Themen im Mittelpunkt. "vice-versa", also die ausgehende wie eingehende Post. Dazu kommen noch die Transitpost und breit gefächerten Inlandthemen.

Nicht zu kurz kommen soll der historische Hintergrund, der für jeden postgeschichtlichen Sammler die Grundlage für das Verstehen seiner Sammlung sein sollte.

Übrigens ein hochspannendes Sammelgebiet das auch mit kleinerem Budget betrieben werden kann. Eine postgeschichtliche Sammlung kann nicht nur aus mit Attesten begleiteten "Renommierstücken" oder "Highlights" bestehen.

Die Bearbeitung einer postgeschichtlichen Sammlung bedingt Forschung über das gewählte Thema. Nur so können Belege und Dokumente in den historischen Zusammenhang gebracht werden. Auf diesem Gebiet wird post&geschichte das Sammelgebiet unterstützen.

>>>>> Neuerscheinungen

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Nachruf Reinhard Stutz (4.6.1938 - 20.5.2015)

 
Sein Herz hat aufgehört zu schlagen. Die Gesundheit war schon seit vielen Jahren angeschlagen, doch sein ausgeprägter Kampfgeist liess ihn alle gesundheitlichen Rückschläge überstehen. Die Philatelie war seine Lebensaufgabe und gab ihm Kraft und Motivation.
 
Bereits während seiner Schulzeit war für Reinhard Stutz das Sammeln von Briefmarken ein wichtiges Thema. Dabei hatten bei ihm Marken aus fremden Ländern immer den höchsten Stellenwert. Vollständige postalische Belege, vor allem aus dem Ausland, erweiterten seinen Horizont über die Landesgrenzen hinaus, und im Fach Geographie sowie Geschichte war er plötzlich einer der Besten.
 
Nach seiner beruflichen Ausbildung machte er sich im Alter von 23 Jahren selbständig als Architekt, anfänglich mit einem älteren Partner, welcher 1940, mit Teilen der polnischen Armee, in der Schweiz interniert worden war. Dadurch hatte Reinhard Stutz einen direkten Bezug zum Thema „Internierte in der Schweiz“, was sich später auf seine Sammeltätigkeit (Rettungsboot Schweiz, 1939 – 1947) auswirkte.
 
1978 machte Reinhart Stutz sein Hobby zum Hauptberuf. Er gründete mit Kollegen die INTERPHILA AG, eine Auktionsfirma. Seine Tätigkeit als Sachbearbeiter und Auktionator liess sein eigenes Sammeln in den Hintergrund treten, dafür konnte er sein Fachwissen erweitern und Erfahrungen sammeln. 1994 musste er seine nun eigene Firma aufgrund einer schweren Krankheit aufgeben.
 
Sein Hobby half ihm viel über die schwere Zeit hinweg. Was ihn weiter stark beschäftigte, war die Forschung nach dem Motto "was nicht im Katalog steht". Nach einigen Jahren begann er mit dem Schreiben von Fachbeiträgen, auf welche er gute Reaktionen erhielt. Ohne die Unterstützung durch seine Frau hätte er sich jedoch nie in diesem Ausmass seiner Arbeit widmen können.
 
2005 veröffentlichte Reinhard Stutz sein erstes Fachbuch "Die Zusammenarbeit von Bahn und Post von 1848 – 2004 in der Schweiz". Bewertungen in der Ausstellungsklasse Literatur bestätigten ihm, dass seine Art, die Postgeschichte zu behandeln, nicht nur in Sammlerkreisen, sondern auch in Fachkreisen Zustimmung und Anerkennung fand.
 
2011 starteten Reinhard Stutz und ich mit der Veröffentlichung des „Post & Geschichte Magazins“. Er war initial die treibende Kraft und unterstützte mich mit Rat und Tat. Er schrieb unzählige philatelistische Artikel, welche sich mit vielen noch nie behandelten Themen befassten.
 
Ich bin sehr dankbar, dass ich viele Stunden mit Reinhard verbringen durfte. Er hat mir die Türen zur Postgeschichte weit geöffnet. Seine Bücher und Artikel werden uns erhalten bleiben.
 
Reinhard Stutz wurde am 28. Mai 2015 in Winterthur im engsten Familienkreis beigesetzt. 
 
 
 
 
Literatur-Kritik

Goldenes Posthorn, Verleihung der Auszeichnung an der Ausstellung "Postgeschichte - live 2006". Internationale Meisterschaft der Postgeschichte 2006 Sindelfingen (Deutschland).

Eine europäische Fachjury schrieb zu "Bahn und Post in der Schweiz, 1848 - 2004, Teil 1" (Exponat-Nr. 253):

 

Die Literaturexponate weisen in diesem Jahr eine erfreulich hohe Leistungsdichte auf. Historische, postgeschichtliche Aspekte werden in den meisten Publikationen zusammengeführt.
Das Buch "Bahn und Post in der Schweiz, 1848 - 2004, Teil 1", verkörpert das Anliegen, das wir an postgeschichtliche Literatur stellen, in idealer Weise. Es ist dem Autor gelungen, eine historisch exakte, aber dennoch verständliche Symbiose zwischen der differenzierten Entwicklung der Schweizer Eisenbahnen und der Nutzung dieser Bahnen durch die Post herzustellen. Das als Handbuch konzipierte Werk ist systematisch ausgezeichnet strukturiert, sehr tiefgründig recherchiert und stellt das Gebiet in umfassender Weise sowie nutzorientiert dar. Dashalb ist dem Buch eine weite Verbreitung als neues Standartwerk der Schweizer Bahnpost zu wünschen.